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Game over Krauts! 8. Mai 2009 – Demo in Oldenburg

Oldenburg

Der LAK Shalom Niedersachsen unterstützt die Demonstration am 8.Mai in Oldenburg.

weitere Informationen findet ihr auf folgender Seite:

http://demontageol.blogsport.de/

folgend einmal der komplette Aufruf:

Am 8. Mai 1945 kapitulierte Nazi-Deutschland vor den herannahenden Alliierten. Dieses Datum symbolisiert die militärische Zerschlagung des staatlichen Nationalsozialismus.
Am 08. Mai 2009 wollen wir den Opfern des deutschen Wahns gedenken. Wir wollen aber auch auf die Fortexistenz des deutschen Projektes aufmerksam machen und deren endgültige Negation einfordern. Kommt am 08. Mai 2009 zur Demonstration nach Oldenburg.
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1. Mai 2009 Hannover

Der LAK Shalom Niedersachsen unterstützt die Aktionen des DGB und antifaschistischer Initiativen für den ersten Mai 2009 in Hannover.
Wir haben uns dem Aufruf des DGB angeschlossen und werden ebenfalls den Protesten beiwohnen.

Nachfolgend einmal der Aufruf des DGB:

Am 1.Mai 2009 wollen in Hannover Neonazis der „Freien Kameradschaften“ mit der NPD aufmarschieren.

Sie wollen den Kampf- und Feiertag der Arbeiterbewegung dazu nutzen, um ihr faschistisches Gedankengut zu verbreiten.

Sie reden von „Überfremdung“ und hetzen gegen alle, die nicht in ihr menschenverachtendes Weltbild passen.

Sie geben sich als Vorkämpfer für die Rechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aus und tarnen dabei nur ihren Hass auf Demokratie und Andersdenkende.

Sie werben mit dem Schlagwort eines „Nationalen Sozialismus“ und meinen dabei eine faschistische Diktatur.

Sie verherrlichen den Nationalsozialismus und seine Verbrechen.

Tagtäglich werden Menschen in Deutschland Opfer rechter Gewalt. Für die Zunahme rechtsextremistischer Straftaten sind die „Freien Kameradschaften“ maßgeblich verantwortlich.

Über 1.000 ihrer Anhänger und Anhängerinnen haben sich dieses Jahr am 1.Mai für Hannover angekündigt.

Diese Provokation nehmen wir nicht tatenlos hin!

Wir stehen für eine weltoffene, demokratische und solidarische Gesellschaft.

Der extremen Rechten und ihren Ideologien erteilen wir eine klare Absage.

Wir zeigen Zivilcourage, wir bekämpfen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus.

Wir rufen alle Menschen auf, gemeinsam mit uns friedlich gegen den Naziaufmarsch zu protestieren und zu demonstrieren.

weitere Informationen unter folgenden Seiten:
Mobi-Seite DGB
Mobi-Seite Antifa
Website [’solid] Hannover

Wir sehen uns bei den Protesten!

„Schürt der Zentralrat der Juden den Antisemitismus in Deutschland?“

folgend ein Beitrag der Israelsolidarischen & Antifaschistischen Gruppe aus Berlin über die Zustände in Hannover:

„Denk ich an die Normailtät hier könn‘t ich Kotzen!…“

So ergeht es zumindest den kritischen Leser_innen der „Hannover Zeitung“. In einem vom 31.Januar 2009 geschriebenen Artikel heißt es:

Es stimmt, das der Holocaust ein Teil der deutschen Geschichte ist und ja, es war ein Verbrechen! Aber dieses Verbrechen wurde vor 60 Jahren begangen und es ist langsam an der Zeit den Toten ihre Ruhe zu gönnen. Das andauernd „Wiederaufleben“ lassen der Erinnerung in einer Form, die eine „Generalschuld“ eines ganzes Volkes bis in die 3, 4, 5 Generation indizieren soll, ist der Sache sicher nicht dienlich. Frau Knobloch sollte sich einmal Fragen, ob sie mit ihren Äußerungen nicht einem neuen Antisemitismus Nahrung gibt.

Aber das war natürlich noch nicht alles. Weiter heißt es in der „Hannover Zeitung“:

Der in Deutschland aufkeimende Antisemitismus basiert zum größten Teil auf Vorurteilen, die entstehen weil sich einige, wenige Persönlichkeiten immer wieder ins Rampenlicht spielen müssen. In einer heute durchgeführten Blitzumfrage bei 147 zufällig ausgewählten Passanten gaben 139 an, das sie kein Mitglied der jüdsichen Gemeinde kennen würden, 6 sagten, das sie glauben ein Mitschüler wäre Jude gewesen, waren sich aber nicht sicher. Zwei gaben an das sie jüdische Arbeitskollegen hätten, waren sich aber auch nicht ganz sicher.

Das sollte uns doch klar vor Augen führen, in Deutschland keine es keine Basis für einen fundierten Antisemitismus, einfach weil die wenigsten Einwohner positive oder negative Erfahrungen in ihrem persönlichen Umfeld machen konnten. Die Vorurteile gegenüber den Juden in Deutschland basieren auf den Aussagen, die von führenden Mitgliedern der jüdischen Gemeinde in der Öffentlichkeit gemacht werden.

Aha. Soll also heißen, dass wenn mensch keine_n Juden/Jüdin persönlich kennt, dass er/sie dann auch nicht antisemitisch sein kann. Und die Jüdische Gemeinde seie doch selber Schuld an den ganzen Voruteilen gegenüber Juden/Jüdinnen…

Um allen noch die Krone aufzusetzen ein weiterer Absatz:

Es ist traurig aber zu verstehen, das die Überlebenden des Holocaust nicht vergeben können. Trotzdem wäre es manchmal angebracht, wenn sie darüber Nachdenken ob sie mit ihren Aussagen dem Gedenken an dieses Verbrechen dienlich sind. Sicherlich handelt Frau Knobloch nur in der besten Absicht, aber es müsste ihr doch auffallen, das sie mit ihren permanten, kritischen Aussagen einen neuen Antisemitismus heraufbeschwört.

Manchmal ist ein Geste des Vergebens besser um das Andenken an die Geschichte zu erhalten.

Wem um what-tha-hells-name soll denn bitte vergeben werden? Und natürlich wird auch hier wieder erwähnt, dass die Juden/Jüdinnen selber Schuld seien am Antisemitismus.

Das war dann auch schon die offizielle Version des Textes, wie ihr ihn hier nachlesen könnt. Offiziell, weil dieser Artikel einen letzten Absatz nicht beinhaltet, welcher vor ein paar Wochen dort noch zu lesen war. Auf Altermedia, wo der Artikel natürlich viel Zuspruch erhält, gibt es ihn doch noch.

…Stellen sie sich einmal vor das wir uns den ganzen Tag überlegt haben, ob wir diesen Bericht schreiben können, oder ob wir damit in eine antisemitistische Ecke gedrückt werden, in der wir uns als Journalisten nicht sehen. Und das obwohl wir in einem Land leben in dem schon mit Blick auf die Geschichte jeder das Recht haben sollte, seine Meinung frei zu sagen.

Wie weit die freie Meinungsäußerung mit Blick auf die Geschichte bei den Journalist_innen der „Hannover Zeitung“ allerdings geht scheint mehr als fragwürdig.

Erklärung Landesarbeitskeis Shalom Niedersachsen

Erklärung des LAK Shalom zur Kundgebung am 17.Januar – “Solidarität mit Israel” des Aka Göttingen und der Gruppe B17

Wir als Landesarbeitskreis Shalom der Linksjugend [’solid] setzen nun zu dem bereits in die Kritik geratenen Aufruf eine Stellungnahme bei, die unsere Position verdeutlichen soll.
Der Aufruf endete mit dem Satz:

Frieden für Israelis und Palästinenser kann es deshalb erst geben, wenn die Hamas geschlagen ist. Das wird zwar nicht durch diesen Krieg zu erreichen sein, aber auch nicht ohne ihn.

Wir denken, dass dieser Satz in keiner Weise im Konflikt mit dem Programm der Linksjugend steht. Viel mehr geht er darauf ein. Denn im Programm steht geschrieben, dass sich die Linksjugend als antimilitaristischer und sozialistischer Jugendverband gegen Krieg und für eine friedliche Konfliktlösung stellt. Nichts anderes ist aus dem Aufruf herauszulesen.
Uns war wichtig den Krieg im Nahen Osten nicht nur einseitig zu betrachten, eine objektive Darstellung zu unterstützen und so auch auf die Aktionen vom Aka Göttingen und B17 als prozionistische Organisationen hinzuweisen. Die letzten Zeilen des Textes sind aussagekräftig, bieten aber wenig Interpretationsbasis. Beständiges Hauptziel ist und bleibt der Frieden zwischen Palästinensern und Israelis.
Um die komplexe Situation im Nahen Osten genau zu erfassen, ist es wichtig sich tief mit der Thematik auseinanderzusetzen. Als Landesarbeitskreis haben wir dies getan und kamen, nachdem wir uns mit dem Aufruf auseinander gesetzt hatten, zu dem Entschluss, dass wir die Kundgebung als „verständigend“ betrachten und uns somit auf eine Publikation des Textes einlassen konnten. Natürlich ist die Problematik schwierig und es wird vielleicht auch nicht das richtige Fachtermini benutzt, doch ist zu sagen, dass wir nicht vom Jugendverband abrutschen und uns nicht vom Programm entfernten. Wir handelten nach einer antimilitaristischen Grundmaxime, die allerdings in Anbetracht der Ereignisse der „Operation Gegossenes Blei“ erweitert werden musste.

Die israelische Regierung handelte völkerrechtskonform.

Das ist die vorerst einzige Feststellung die wir as Landesarbeitskreis zur „Operation Gegossenes Blei“ abgeben werden. Weitere Stellungnahmen sind auf der Seite des BAK Shalom zu lesen.
Der LAK Shalom Niedersachsen hat sich keines Vergehens schuldig gemacht. Unser Ziel ist der Frieden im Nahen Osten, welches wir mit dieser Stellungnahme genau festlegen! Frieden für Israel und Palästina und die Tilgung jeglicher Spur von Antisemitismus, nur so kann eine wirkliche Lösung aussehen.

Stellungnahme BAK Shalom Nummer 1
Stellungnahme BAK Shalom Nummer 2

Kundgebung in Göttingen

Kundgebung am 17.Januar – “Solidarität mit Israel”

Israel führt Krieg, wieder einmal. Nachdem es 2006 darum ging, die Hisbollah im Libanon daran zu hindern, den Norden Israels mit Raketen zu beschießen, geht es diesmal gegen die Hamas, die vom Gaza-Streifen aus den Süden des Landes angreift. Der Raketenbeschuss aus dem Gaza-Streifen begann im Jahr 2000; seit dem Abzug der israelischen Armee im Jahr 2005 ist er sprunghaft angestiegen – inzwischen sind es über 5000 Raketen und über 1000 Mörsergranaten, die von Gaza aus auf Israel abgeschossen wurden. Die Zahl der Opfer auf israelischer Seite ist zwar bislang gering, dies ist aber zum einen einer gehörigen Portion Glück zu verdanken und der Tatsache, dass sich die betroffene Bevölkerung bei Beschuss in Schutzräume zurückzieht. Zum anderen liegt es daran, dass die Hamas bislang nur über ungenaue Waffensysteme verfügte, was sich derzeit jedoch – vor allem dank iranischer Hilfe – zu ändern beginnt.

Israel versucht mit diesem Krieg zum einen, die militärische Infrastruktur der Hamas zu zerstören, zum anderen aber auch, die Islamisten-Organisation selbst zu schwächen. Die Hamas ihrerseits setzt die Bevölkerung des Gaza-Streifens als lebende Schutzschilde ein und nimmt dabei billigend jene zivilen Opfer in Kauf, deren Tod sie dann als Waffe im Propagandakrieg gegen Israel in Anschlag bringt. Friedensfreunde aus aller Welt gehen dieser Masche auf den Leim und klagen Israel als den Aggressor an, während die Hamas als gutwilliger Verhandlungspartner erscheint, dem letztlich nichts anderes übriggeblieben sei, als den Waffenstillstand des vergangenen Herbstes aufzukündigen.

Es gehört schon einiges an Verblendung dazu, den derzeitigen Krieg auf diese Weise zu betrachten – schließlich gibt sich die Hamas nicht einmal besonders Mühe, ihre wahren Ziele zu verschleiern, und ruft die Muslime der Welt in ihrer Charta ungeniert zum Judenmord auf. Das Ziel der Hamas ist nicht der „Frieden mit Israel im Rahmen einer gerechten Zwei-Staaten-Lösung“, wie das gerade deutsche Kommentatoren immer wieder glauben und glauben machen wollen – es ist schlicht die Vernichtung des Judenstaates. Allein dies macht deutlich, warum Israel die Hamas als Machtfaktor bei Strafe des eigenen Untergangs nicht dulden darf. Frieden für Israelis und Palästinenser kann es deshalb erst geben, wenn die Hamas geschlagen ist. Das wird zwar nicht durch diesen Krieg zu erreichen sein, aber auch nicht ohne ihn.

Kundgebung am 17. 1., 12 h, Gänseliesel

Solidarität mit Israel!
Kein Friede dem antisemitischen Vernichtungswillen!

http://akagoettingen.blogsport.de/
http://b17.lnxnt.org/

Hinweiß:
Mitglieder und Anhänger rechter Parteien und Organisationen wie NPD, DVU, Rep, Pro-NRW, PI-News und der «Freien Kameradschaften» haben keinen Zutritt zu der Veranstaltung (nach § 6, VersG).