LAK Shalom Niedersachsen http://shalomnds.blogsport.de Plattform gegen Antisemitismus, Antizionismus, Antiamerikanismus und regressiven Antikapitalismus Thu, 22 Apr 2010 06:58:58 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Israel Tag 09. Mai 2010 http://shalomnds.blogsport.de/2010/04/22/israel-tag-09-mai-2010/ http://shalomnds.blogsport.de/2010/04/22/israel-tag-09-mai-2010/#comments Thu, 22 Apr 2010 06:56:49 +0000 Administrator Termine http://shalomnds.blogsport.de/2010/04/22/israel-tag-09-mai-2010/ Am Sonntag, dem 9. Mai 2010 wird am Lister Turm in Hannover ein Israel-Tag stattfinden.

Der Israeltag ist in Hannover schon längst zu einer guten Tradition
geworden.

Es wird auf der Bühne ein buntes Programm geben, das von einem
vielfältigen und dynamischen jüdischen Leben in Hannover zeugt: Es
gibt in den jüdischen Gemeinden eine Vielzahl an kulturellen und
sozialen Aktivitäten, aus denen das Bühnenprogramm einen Ausschnitt
zeigen wird. Vertreter der Stadt Hannover und aus der Politik werden die Grußworte sprechen. Für die Unterhaltung sorgen Musik- und
Tanzgruppen. Ferner werden Kaffee und Kuchen, koschere Speisen, sowie
israelische Spezialitäten und Weine angeboten.

Neben dem Magen David Adom, der DIG, der Einheitsgemeinde der
Liberalen Gemeinde und weiteren Gruppen, ist auch Chabad Lubawitsch
Hannover wieder mit einem Stand vertreten.

Einen Bericht vom vergangen Jahr, findet ihr hier:

dig-hannover.de

Anschrift des Veranstaltungsortes:
Lister Turm
Walderseestraße 100 (Ecke Bernadotte-Allee)
30177 Hannover

(Haltestelle „Lister Platz“ der Stadtbahnlinien 3,7,9)

Info zu Standmiete –für (die die was ausstellen wollen) für alle Interessenten gibt es bei
Frau und Herr Lemberg, Email: gabi.frank.lehmberg@t-online.de

Noch Fragen ? – Sprecht mich an oder sendet mir eine Email: zeev@zeev-iluz.com

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http://shalomnds.blogsport.de/2010/04/22/israel-tag-09-mai-2010/feed/
auf der Straße gegen Nazis und andere Antisemit_innen. http://shalomnds.blogsport.de/2009/09/15/auf-der-strasse-gegen-nazis-und-andere-antisemiten/ http://shalomnds.blogsport.de/2009/09/15/auf-der-strasse-gegen-nazis-und-andere-antisemiten/#comments Tue, 15 Sep 2009 10:31:55 +0000 Administrator Allgemein http://shalomnds.blogsport.de/2009/09/15/auf-der-strasse-gegen-nazis-und-andere-antisemiten/ Transparent DieLinkeNDS

Am 12. September 2009 reihten sich Aktivist_innen des LAK Shalom NDS in den Protest gegen die Demonstration der NPD in Hannover ein.
Bilder der Nazis gibt es hier und hier.
(c) Foto Transparent Die.Linke NDS: Ole Fernholz

Auf dem Klagesmarkt versammelten sich Nazi-Gegner_innen aller Art, von der SPD über die Grünen bis zur KPD, von Kirche über DGB bis zur palästinensischen Gemeinde inklusive Fahnen. Als die Demonstration begann, sammelte sich ein kleiner Block proisraelischer Demonstranten am Ende des Zuges und entrollte Transparente sowie 2 Fahnen des Staates Israels. Es dauerte nicht lange, bis es zu Protesten anderer Demonstrationsteilnehmer_innen kam. „Was soll die scheiß Fahne?“ und „Packt die Fahnen ein!“ sind nur beispielhafte Äußerungen. Auch auf dem weiteren Weg bis zum Rathaus blieb es um die blau-weißen Fahnen herum nicht ruhig. Neben einigen Befürwortungen und Lob gab es auch wieder Kritik. Diesmal lautete die Ansage, dass wir „auf der falschen Demonstration wären“, ein verabscheuungswerter Vergleich Israels mit den Methoden der Nationalsozialist_innen.

Transparten im proisraelischen Block

Wir als LAK Shalom NDS sprechen und ganz klar gegen die Diffamierung proisraelischer Demonstrant_innen aus! Besonders bei Protestveranstaltungen gegen antisemitische, homophobe und geschichtsrevisionistische Gruppen wie der NPD, ist das Mitführen der israelischen Fahne ein unentbehrlicher Akt. Provokationen durch den Vergleich Israels mit dem nationalsozialistischen Deutschland oder auch nur Andeutungen bezüglich dieser Geschichtsverfälschung sind nicht zu akzeptieren.
Auf der Straße und in den Köpfen – gegen jeden Antisemitismus!

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Diskussionsveranstaltung in Hannover http://shalomnds.blogsport.de/2009/06/22/diskussionsveranstaltung-in-hannover/ http://shalomnds.blogsport.de/2009/06/22/diskussionsveranstaltung-in-hannover/#comments Mon, 22 Jun 2009 19:37:15 +0000 Administrator Termine http://shalomnds.blogsport.de/2009/06/22/diskussionsveranstaltung-in-hannover/ Vom Antisemitismus und seiner Aktualität in der bürgerlichen Gesellschaft
Diskussionsveranstaltung in Hannover im UJZ Korn (Kornstr. 28-30, Hannover/Nordstadt) am Mo. 29. Juni 2009, 20 Uhr

Offen antisemitische Parolen sind regelmäßig auf jüdischen Friedhöfen, auf Gemeindezentren und zuhauf in diversen Internet-Foren zu finden; zuweilen gibt es auch tätliche Angriffe auf Juden. Die meisten Leute aber, die als Nachbarn lieber alle außer Juden hätten, greifen eher selten zu Sprühdose und Messer – und machen doch dieselben theoretischen Fehler wie ihre tatkräftigen Gesinnungsgenossen: Geld regiere die Welt und wer mit dem Geld gut kann, das dürfe man ja schon gar nicht mehr laut sagen.

Dass diese Ansicht wenig mit der Realität zu tun hat und im Bezug auf „das Jüdische“ gar nichts, ist eine Sache. Sie taucht nichtsdestotrotz im Bewusstsein von massenhaft Menschen als selbstverständliche Tatsache auf. In diesem Vortrag wird Antisemitismus unter kapitalistischen Produktionsbedingungen und in der bürgerlichen Gesellschaft analysiert: Dabei geht es um jene Vorstellung vom Geld, die es als das Übel schlechthin im Kapitalismus charakterisiert. Und darum, wozu der durchschnittliche Nationalist von nebenan genauso wie die aufgeklärte linksliberale Verfassungspatriotin Ja! sagen und was das mit Antisemitismus zu tun hat.

Rechte wie linke Ausprägungen des Antisemitismus sind gemeint, wobei letzterer, meist in Form von Antizionismus, sich besonders hartnäckig hält: In der Überzeugung, mit den Unterdrückten (hier: Palästinensern) automatisch auf der richtigen Seite zu stehen, macht man sich zum Feind kritischen Denkens.

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Naziaufmarsch 12.09.2009 Hannover http://shalomnds.blogsport.de/2009/06/18/naziaufmarsch-12092009-hannover/ http://shalomnds.blogsport.de/2009/06/18/naziaufmarsch-12092009-hannover/#comments Thu, 18 Jun 2009 10:06:02 +0000 Administrator Termine http://shalomnds.blogsport.de/2009/06/18/naziaufmarsch-12092009-hannover/ Eben als E-Mail eingegangen.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freundinnen und liebe Freunde,

es ist leider wahr: Es gibt schon wieder eine Anmeldung von Nazis für Hannover.Am Samstag dem 12.09.2009 wollen sie demonstrieren (nähere Infos bitte derunten stehenden Meldung der Polizei Hannover entnehmen).

Wir laden daher zu einer ersten gemeinsamen Beratung ein:

Mittwoch,24.06.2009, 19:00 Uhr

DGB-Haus,Otto-Brenner-Straße 1, Hannover
Sitzungssaal in der 1.Etage

Ich hoffe, wir können alle gemeinsam an unsere Erfahrungen mit „bunt stattbraun“ und „Hannover steht auf – gegen Rechts“ am 1. Maianknüpfen!

viele Grüße

Sebastian Wertmüller

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Ein wichtiger Hinweis noch: Für den 1. August hat die NaziszeneNorddeutschlands wieder Bad Nenndorf als Demonstrationsziel ausgewählt. Einweiteres Mal findet der sog. Trauermarsch zum Wincklerbad statt. Die Kollegenund Freunde in Bad Nenndorf brauchen jetzt unsere Unterstützung!

Der Bad Nenndorfer Aufruf zu den Gegenaktionen hängt an, der DGB hat dieGegendemonstration angemeldet und wir hoffen auf ganz viele Teilnehmer/innen.
Weitere Informationen: http://www.bad-nenndorf-ist-bunt.com/

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POL-H: Erneut Demonstration von Rechtsextremen angemeldet Hannover

Hannover (ots) – Bei der Polizeidirektion Hannover ist fürden 12. September erneut eine Demonstration mit rechtsextremem Hintergrundangemeldet worden. Der Anmelder der Versammlung ist – als Privatmann – derjüngst neu gewählte Landesvorsitzende der NPD, Adolf Dammann. Dieser war derzuletzt benannte Versammlungsleiter der schließlich verbotenen Demonstration am1. Mai diesen Jahres. Die Demonstration am 12. September soll laut Anmeldung um12 Uhr beginnen und durch die Innenstadt führen, mit Kundgebungen amSteintorplatz, am Opernplatz und am Ernst-August-Platz. Der Anmelder rechnetmit bis zu 300 Teilnehmern. Polizeipräsident Uwe Binias kündigt an, die erneuteAnmeldung sehr sorgfältig prüfen zu lassen. Wie die Polizeidirektion alsVersammlungsbehörde letztlich entscheiden werde, könne jetzt noch nicht gesagtwerden. sw / noe 15.06.2009 | 17:02 Uhr

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„Wer nicht feiert, hat verloren.“ http://shalomnds.blogsport.de/2009/05/06/wer-nicht-feiert-hat-verloren/ http://shalomnds.blogsport.de/2009/05/06/wer-nicht-feiert-hat-verloren/#comments Wed, 06 May 2009 18:30:59 +0000 Administrator Termine http://shalomnds.blogsport.de/2009/05/06/wer-nicht-feiert-hat-verloren/ 8Mai

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http://shalomnds.blogsport.de/2009/05/06/wer-nicht-feiert-hat-verloren/feed/
Game over Krauts! 8. Mai 2009 – Demo in Oldenburg http://shalomnds.blogsport.de/2009/04/22/game-over-krauts-8-mai-2009-demo-in-oldenburg/ http://shalomnds.blogsport.de/2009/04/22/game-over-krauts-8-mai-2009-demo-in-oldenburg/#comments Wed, 22 Apr 2009 05:51:08 +0000 Administrator Termine http://shalomnds.blogsport.de/2009/04/22/game-over-krauts-8-mai-2009-demo-in-oldenburg/ Oldenburg

Der LAK Shalom Niedersachsen unterstützt die Demonstration am 8.Mai in Oldenburg.

weitere Informationen findet ihr auf folgender Seite:

http://demontageol.blogsport.de/

folgend einmal der komplette Aufruf:

Am 8. Mai 1945 kapitulierte Nazi-Deutschland vor den herannahenden Alliierten. Dieses Datum symbolisiert die militärische Zerschlagung des staatlichen Nationalsozialismus.
Am 08. Mai 2009 wollen wir den Opfern des deutschen Wahns gedenken. Wir wollen aber auch auf die Fortexistenz des deutschen Projektes aufmerksam machen und deren endgültige Negation einfordern. Kommt am 08. Mai 2009 zur Demonstration nach Oldenburg.

Vom Mordkollektiv…
Für alle Alliierten und Partisan_innen [1] bedeutete der 08. Mai 1945 die Befreiung von der deutschen Barbarei, für viele Gefangene in den Konzentrationslagern den Tag der endgültigen Befreiung [2] und der Gewissheit dem Tod entkommen zu sein. Doch viele Deutsche fühlten sich nicht befreit, sondern besiegt. Sie hatten sich am Morden an den Fronten beteiligt, in den Konzentrationslagern gemordet, ZwangsarbeiterInnen beschäftigt, linke NachbarInnen denunziert, von Arisierungen profitiert und viele andere Verbrechen begangen, ohne jemals ein Unrechtsbewusstsein zu entwickeln. Sie bildeten die jubelnde Mehrheit der Deutschen, ohne die deren Vernichtungsherrschaft nicht möglich gewesen wäre. Der Kitt für diesen Wahn war die deutsche Ideologie, in ihrer besonders radikalen Ausprägung, der Kapitalismus bot die Möglichkeit die industrielle Vernichtung durchzuführen.

… und seiner Ideologie.
Die deutsche Ideologie [3] fand weder im Nationalsozialismus ihren Anfang noch nach diesem ihr Ende. Vielmehr entstand sie im 19. Jahrhundert in einer klaren Abgrenzung zu den Werten der Aufklärung. Mit dem Entstehen des Kapitalismus wurde ein großer Nationalstaat erforderlich, um der kapitalistischen Produktion, einen Rahmen zu geben. Die Existenz eines großen Nationalstaates erforderte aber auch eine besondere Form der Ideologie.
In Deutschland definierte sich diese vor allem durch eine besondere Form der Verschmelzung von Nation, Staat und Gesellschaft, angereichert durch einen reaktionär-antikapitalistisch aufgeladenen Antisemitismus. All‘ das, was die Deutschen kritisierten, wurde Menschen angelastet, die aus diesem Mord-Kollektiv hinaus dividiert werden konnten. Vor allem jüdische BürgerInnen wurden für die „schlechten“ Eigenschaften des Kapitalismus verantwortlich gemacht; für die „guten“ Errungenschaften waren angeblich die „Deutschen“ [4] zuständig. Ihren Höhepunkt fand dieser Wahn im Nationalsozialismus.
In den Konzentrationslagern wurden mehr als 6 Millionen Jüdinnen und Juden ermordet. Sinti und Roma, Homosexuelle, Antifaschist_innen, so genannte „Behinderte“ und viele Menschen mehr, die nicht in die Ideologie der NationalsozialistInnen passten zählen ebenfalls zu den Opfern des Nationalsozialismus. Millionen zählen zu den Opfern dieser einzigartigen Vernichtungsherrschaft. Dem Vernichtungskrieg der Deutschen fielen mehr als 40 Millionen Menschen zum Opfer. Alleine in der Sowjetunion starben mehr als 15 Millionen Menschen, darunter vor allem Zivilist_innen.

Sie leben weiter…
Nach dem 2. Weltkrieg wurden einige Führungskräfte der NationalsozialistInnen, auf betreiben der Alliierten, aufgrund der Verbrechen, die sie begangen hatten, verurteilt. Doch vor allem in der 1949 gegründeten Bundesrepublik Deutschland kamen die Deutschen mit einer Verwarnung, die sich „Entnazifizierung“ nannte, davon. Viele konnten dort weitermachen, wo sie 1945 aufgehört hatten. Etwa 90% (!) des staatlichen Personals der Bundesrepublik Deutschland „waren mit dem der Jahre 1933 bis 1945 so lange identisch, bis die Biologie nicht mehr mitspielte“ [5].
So konnten die gleichen Richter und Staatsanwälte Kommunist_innen oder Homosexuelle und andere Menschen aufgrund von Paragraphen verurteilen, die bereits im Nationalsozialismus gegolten hatten. Die alten Nazis aus der Wehrmacht, die noch einige Jahre zuvor einen Vernichtungskrieg organisiert hatten, beteiligten sich am Aufbau der Bundeswehr. Der Vorsitzende der Deutschen Bank, Hermann Josef Abs, hatte sich bis 1945 als „Arisierungsexperte“ und als Mitglied des Aufsichtsrats der „IG-Farben“ einen Namen gemacht. Eben jener „IG-Farben“, die im Konzentrationslager Auschwitz eine Filiale zur Vernichtung durch Arbeit unterhielt. Geheimdienste und Polizei wurden von jenen aufgebaut, die bereits vorher für solche Institutionen gearbeitet hatte. Der frühere Chef des Nazi-Geheimdienst „Fremde Heere Ost“, Reinhard Gehlen, baute den „Bundesnachrichtendienst“ auf. Viele SchreiberInnen und Kulturschaffende konnten auch nach 1945 nahtlos da weitermachen, wo sie 1945 geendet hatten. So erfreute Heinz Rühmann das deutsche Publikum weiterhin mit vielen „Lustspielen“ während Alt-Nazis ihre Biographien veröffentlichten, in denen die Verbrechen der Wehrmacht geleugnet wurden.
Neben diesen biographischen Kontinuitäten, die die Bundesrepublik maßgeblich geprägt haben, wurden auch viele Werte und Normen übernommen, die bereits im Nationalsozialismus vorhanden waren. Noch heute läßt sich dieser Einfluß feststellen. Antisemitismus, Rassismus, Homophobie und ein wahnhafter Antikommunismus prägen bis heute eine Mehrheit der deutschen Gesellschaft.

… von den Enkeln der TäterInnen.
Nach der „Wiedervereinigung“ konnte sich die Bundesrepublik Deutschland zu neuer Größe aufschwingen. Heute definiert sich der Staat und seine Institutionen, in einer scheinheiligen Abgrenzung zum Nationalsozialismus. Während die politischen Kontinuitäten geleugnet, gerechtfertigt oder verschwiegen werden, werden angebliche deutsche Opfer bemüht, um einen Mythos zu huldigen.
Eine ganze Reihe von deutschen Filmen zelebriert diesen deutschen Opfermythos. Ob in „Dresden“ oder auf der „Gustloff“: Die ZuschauerInnen erleben Deutsche, die den Alliierten zum Opfer fallen. Die realen historischen Gegebenheiten werden ausgeblendet; statt dessen dominieren Herz-Schmerz und individuelles Leid. Auf diese Weise wird die Gesellschaft der TäterInnen zum eigentlichen Opfer der Geschichte.
Neben diesem deutschen Opfermythos wird sogar die industrielle Vernichtung der Jüdinnen und Juden mißbraucht, um deutsche Kriegspolitik zu legitimieren. Bereits 1998 führte die Bundesrepublik einen Angriffskrieg gegen den damaligen Staat Jugoslawien, der in dessen Folge zerschlagen wurde. Diesem ersten Angriffskrieg, nach 1945, fielen mehr als 5000 Menschen zum Opfer. Die damalige Bundesregierung hatte diesen Angriffskrieg, mit der angeblichen Existenz von Konzentrationslagern gerechtfertigt und damit Auschwitz verharmlost [6]. Gegen diese „Infamie“ protestierten unter anderem einige Überlebende der Shoah [7], sie sprachen von einer „neuen Auschwitzlüge“ [8]. Teile der deutschen „Friedensbewegung“ schwiegen zu diesem Skandal, um umso vehementer auf die Straße zu gehen, als es gegen den Krieg im Irak oder das militärische Vorgehen der israelischen Armee im Gaza-Streifen ging.

AntisemitInnen.
Das Vorgehen des israelischen Staates, ist immer wieder Vorwand für antisemitische Manifestationen, die auf die Zustimmung breiter Teile der Bevölkerung treffen. Die weit verbreitete Aussage, Juden hätten zu viel Einfluss, halluziniert eine „jüdische Übermacht“ im Verborgenen und steht in der langen Tradition antisemitischer Verschwörungstheorien. Laut einer Umfrage des Instituts „Forsa“ teilen etwa 23% der Deutschen, also gut ein Fünftel, solche Einstellungen (Umfrage von 2003). Doch nicht nur solche offenen antisemitischen Vorurteile erfreuen sich einer großen Beliebtheit.
Viele Deutsche begreifen sich und ihre Vorfahren als die echten Opfer, denen noch immer nicht verziehen wurde, dass sie die Shoah organisierten und durchführten. Die bloße Existenz der Überlebenden der Shoa und ihres Staates erinnert viele Deutsche an die Vernichtungstaten. Deshalb sind die eigentlichen Opfer auch heute Gegenstand antisemitischer Projektionen beziehungsweise sekundär antisemitischer Schuldabwehr.
Solch sekundärer Antisemitismus ist in Deutschland noch viel weiter verbreitet. Da ärgern sich 68% der Deutschen mehr oder weniger darüber, dass „den Deutschen auch heute noch die Verbrechen an den Juden vorgehalten“ werden. Gut 62% haben keine Lust mehr darauf, „immer wieder von den deutschen Verbrechen an den Juden zu hören“.
Solche antisemitischen Meinungen, sind Nährboden für eine menschenverachtende Praxis. So wurden im Jahr 2008 alleine bis „(…) September bereits 800 antisemitische Straftaten in Deutschland von der Polizei erfasst“ [9].
Aus diesen und anderen Gründen ergibt sich für uns eine Notwendigkeit eine Solidarität mit dem Staat der Shoah-Überlebenden auszuüben und antisemitische Vorurteile zu bekämpfen.

Action is on!
Am 08. Mai werden wir in Oldenburg demonstrieren. Dort wollen wir den Opfern des Nationalsozialismus gedenken, sowie auf dessen militärische Zerschlagung hinweisen. Wir wollen den Alliierten und den Partisan_innen gedenken, deren Kampf gegen die Nazis und ihre „Volksgemeinschaft“ nicht hoch genug zu bewerten ist. Wir wollen aber auch darauf hinweisen, dass die Grundlagen für eine Wiederholung eines groß-deutschen Projektes, mit der Existenz Deutschlands und dessen Ideologie noch immer gegeben sind.
Deutschland abschaffen! Für eine herrschaftsfreie Gesellschaft! Gegen den staatlichen und alltäglichen Rassismus, gegen jeden Sexismus und Antisemitismus!
Des weiteren wollen wir den Sieg der Alliierten gebührend Feiern. Daher wird es eine After-Demo-Party unter dem Motto: „Game over Krauts: Liberation celebration!“ geben. Diese wird am 08. Mai 2009 ab 23 Uhr im autonomen Aktions- und Kommunikationszentrum“ Alhambra statt finden.

[Demontage] Oldenburg # www.demontage.tk #

[1] Wir verwenden den Unterstrich (_), um die vielfältigen Möglichkeiten menschlicher Identitäten jenseits einer dualistischen Geschlechterwahrnehmung deutlich zu machen.
Da der Nationalsozialismus allen Menschen eben dieses absprach und in Form einer ständigen Vernichtungsandrohung sanktionierte, sprechen wir von NationalsozialistInnen. Einen lesenswerten Artikel gibt es bei der AG Gender Killer:
www.gender-killer.de/wissen%20neu/texte%20queer%20kitty.htm – 56k
[2] Auch nach dem 8. Mai starben starben zehntausenden Menschen in Folge der barbarischen Bedingungen in den Lagern; viele Überlebende waren für ihr Leben traumatisiert.
[3] Zur deutschen Ideologie verweisen wir auf unser Flugblatt, dass am 03.01.2009, während einer antifaschistischen Demonstration in Oldenburg, verteilt wurde: http://kipo.blogsport.de/images/3.1.09.pdf
[4] Mit die „Deutschen“ bezeichnen wir die überwiegende Mehrheit der Deutschen, die die Vernichtung an Jüdinnen und Juden überhaupt erst ermöglichte. Der antifaschistische Widerstand blieb marginal und verband mit seinem Kampf oftmals das Ideal des „besseren Deutschlands“.
[5] Herman L. Gremlitza.
[6] Außenminister Joseph Martin Fischer sagte damals: „Ich habe nicht nur gelernt: Nie wieder Krieg. Ich habe auch gelernt: Nie wieder Auschwitz.“
[7] Vgl.: http://www.friwe.at/jugoslawien/archiv/auschwitz.rtf
[8] „Die erste Auschwitz-Lüge besteht doch darin, überhaupt zu leugnen, daß es Gaskammern gegeben hat. Und die neue Auschwitz-Lüge besteht darin, daß man Auschwitz nicht mehr leugnet, sondern verharmlost und banalisiert.“ Peter Gingold. Vgl.: http://www.dirk-eckert.de/texte.php?id=53
[9] Vgl.: http://kipo.blogsport.de/images/3.1.09.pdf

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http://shalomnds.blogsport.de/2009/04/22/game-over-krauts-8-mai-2009-demo-in-oldenburg/feed/
1. Mai 2009 Hannover http://shalomnds.blogsport.de/2009/03/27/1-mai-2009-hannover/ http://shalomnds.blogsport.de/2009/03/27/1-mai-2009-hannover/#comments Fri, 27 Mar 2009 11:13:17 +0000 Administrator Termine http://shalomnds.blogsport.de/2009/03/27/1-mai-2009-hannover/ Der LAK Shalom Niedersachsen unterstützt die Aktionen des DGB und antifaschistischer Initiativen für den ersten Mai 2009 in Hannover.
Wir haben uns dem Aufruf des DGB angeschlossen und werden ebenfalls den Protesten beiwohnen.

Nachfolgend einmal der Aufruf des DGB:

Am 1.Mai 2009 wollen in Hannover Neonazis der „Freien Kameradschaften“ mit der NPD aufmarschieren.

Sie wollen den Kampf- und Feiertag der Arbeiterbewegung dazu nutzen, um ihr faschistisches Gedankengut zu verbreiten.

Sie reden von „Überfremdung“ und hetzen gegen alle, die nicht in ihr menschenverachtendes Weltbild passen.

Sie geben sich als Vorkämpfer für die Rechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aus und tarnen dabei nur ihren Hass auf Demokratie und Andersdenkende.

Sie werben mit dem Schlagwort eines „Nationalen Sozialismus“ und meinen dabei eine faschistische Diktatur.

Sie verherrlichen den Nationalsozialismus und seine Verbrechen.

Tagtäglich werden Menschen in Deutschland Opfer rechter Gewalt. Für die Zunahme rechtsextremistischer Straftaten sind die „Freien Kameradschaften“ maßgeblich verantwortlich.

Über 1.000 ihrer Anhänger und Anhängerinnen haben sich dieses Jahr am 1.Mai für Hannover angekündigt.

Diese Provokation nehmen wir nicht tatenlos hin!

Wir stehen für eine weltoffene, demokratische und solidarische Gesellschaft.

Der extremen Rechten und ihren Ideologien erteilen wir eine klare Absage.

Wir zeigen Zivilcourage, wir bekämpfen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus.

Wir rufen alle Menschen auf, gemeinsam mit uns friedlich gegen den Naziaufmarsch zu protestieren und zu demonstrieren.

weitere Informationen unter folgenden Seiten:
Mobi-Seite DGB
Mobi-Seite Antifa
Website [’solid] Hannover

Wir sehen uns bei den Protesten!

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http://shalomnds.blogsport.de/2009/03/27/1-mai-2009-hannover/feed/
„Schürt der Zentralrat der Juden den Antisemitismus in Deutschland?“ http://shalomnds.blogsport.de/2009/03/17/schuert-der-zentralrat-der-juden-den-antisemitismus-in-deutschland/ http://shalomnds.blogsport.de/2009/03/17/schuert-der-zentralrat-der-juden-den-antisemitismus-in-deutschland/#comments Tue, 17 Mar 2009 17:56:05 +0000 Administrator Allgemein http://shalomnds.blogsport.de/2009/03/17/schuert-der-zentralrat-der-juden-den-antisemitismus-in-deutschland/ folgend ein Beitrag der Israelsolidarischen & Antifaschistischen Gruppe aus Berlin über die Zustände in Hannover:

„Denk ich an die Normailtät hier könn‘t ich Kotzen!…“

So ergeht es zumindest den kritischen Leser_innen der „Hannover Zeitung“. In einem vom 31.Januar 2009 geschriebenen Artikel heißt es:

Es stimmt, das der Holocaust ein Teil der deutschen Geschichte ist und ja, es war ein Verbrechen! Aber dieses Verbrechen wurde vor 60 Jahren begangen und es ist langsam an der Zeit den Toten ihre Ruhe zu gönnen. Das andauernd „Wiederaufleben“ lassen der Erinnerung in einer Form, die eine „Generalschuld“ eines ganzes Volkes bis in die 3, 4, 5 Generation indizieren soll, ist der Sache sicher nicht dienlich. Frau Knobloch sollte sich einmal Fragen, ob sie mit ihren Äußerungen nicht einem neuen Antisemitismus Nahrung gibt.

Aber das war natürlich noch nicht alles. Weiter heißt es in der „Hannover Zeitung“:

Der in Deutschland aufkeimende Antisemitismus basiert zum größten Teil auf Vorurteilen, die entstehen weil sich einige, wenige Persönlichkeiten immer wieder ins Rampenlicht spielen müssen. In einer heute durchgeführten Blitzumfrage bei 147 zufällig ausgewählten Passanten gaben 139 an, das sie kein Mitglied der jüdsichen Gemeinde kennen würden, 6 sagten, das sie glauben ein Mitschüler wäre Jude gewesen, waren sich aber nicht sicher. Zwei gaben an das sie jüdische Arbeitskollegen hätten, waren sich aber auch nicht ganz sicher.

Das sollte uns doch klar vor Augen führen, in Deutschland keine es keine Basis für einen fundierten Antisemitismus, einfach weil die wenigsten Einwohner positive oder negative Erfahrungen in ihrem persönlichen Umfeld machen konnten. Die Vorurteile gegenüber den Juden in Deutschland basieren auf den Aussagen, die von führenden Mitgliedern der jüdischen Gemeinde in der Öffentlichkeit gemacht werden.

Aha. Soll also heißen, dass wenn mensch keine_n Juden/Jüdin persönlich kennt, dass er/sie dann auch nicht antisemitisch sein kann. Und die Jüdische Gemeinde seie doch selber Schuld an den ganzen Voruteilen gegenüber Juden/Jüdinnen…

Um allen noch die Krone aufzusetzen ein weiterer Absatz:

Es ist traurig aber zu verstehen, das die Überlebenden des Holocaust nicht vergeben können. Trotzdem wäre es manchmal angebracht, wenn sie darüber Nachdenken ob sie mit ihren Aussagen dem Gedenken an dieses Verbrechen dienlich sind. Sicherlich handelt Frau Knobloch nur in der besten Absicht, aber es müsste ihr doch auffallen, das sie mit ihren permanten, kritischen Aussagen einen neuen Antisemitismus heraufbeschwört.

Manchmal ist ein Geste des Vergebens besser um das Andenken an die Geschichte zu erhalten.

Wem um what-tha-hells-name soll denn bitte vergeben werden? Und natürlich wird auch hier wieder erwähnt, dass die Juden/Jüdinnen selber Schuld seien am Antisemitismus.

Das war dann auch schon die offizielle Version des Textes, wie ihr ihn hier nachlesen könnt. Offiziell, weil dieser Artikel einen letzten Absatz nicht beinhaltet, welcher vor ein paar Wochen dort noch zu lesen war. Auf Altermedia, wo der Artikel natürlich viel Zuspruch erhält, gibt es ihn doch noch.

…Stellen sie sich einmal vor das wir uns den ganzen Tag überlegt haben, ob wir diesen Bericht schreiben können, oder ob wir damit in eine antisemitistische Ecke gedrückt werden, in der wir uns als Journalisten nicht sehen. Und das obwohl wir in einem Land leben in dem schon mit Blick auf die Geschichte jeder das Recht haben sollte, seine Meinung frei zu sagen.

Wie weit die freie Meinungsäußerung mit Blick auf die Geschichte bei den Journalist_innen der „Hannover Zeitung“ allerdings geht scheint mehr als fragwürdig.

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http://shalomnds.blogsport.de/2009/03/17/schuert-der-zentralrat-der-juden-den-antisemitismus-in-deutschland/feed/
Erklärung Landesarbeitskeis Shalom Niedersachsen http://shalomnds.blogsport.de/2009/02/18/erklaerung-landesarbeitskeis-shalom-niedersachsen/ http://shalomnds.blogsport.de/2009/02/18/erklaerung-landesarbeitskeis-shalom-niedersachsen/#comments Wed, 18 Feb 2009 20:01:44 +0000 Administrator Allgemein http://shalomnds.blogsport.de/2009/02/18/erklaerung-landesarbeitskeis-shalom-niedersachsen/ Erklärung des LAK Shalom zur Kundgebung am 17.Januar – “Solidarität mit Israel” des Aka Göttingen und der Gruppe B17

Wir als Landesarbeitskreis Shalom der Linksjugend [’solid] setzen nun zu dem bereits in die Kritik geratenen Aufruf eine Stellungnahme bei, die unsere Position verdeutlichen soll.
Der Aufruf endete mit dem Satz:

Frieden für Israelis und Palästinenser kann es deshalb erst geben, wenn die Hamas geschlagen ist. Das wird zwar nicht durch diesen Krieg zu erreichen sein, aber auch nicht ohne ihn.

Wir denken, dass dieser Satz in keiner Weise im Konflikt mit dem Programm der Linksjugend steht. Viel mehr geht er darauf ein. Denn im Programm steht geschrieben, dass sich die Linksjugend als antimilitaristischer und sozialistischer Jugendverband gegen Krieg und für eine friedliche Konfliktlösung stellt. Nichts anderes ist aus dem Aufruf herauszulesen.
Uns war wichtig den Krieg im Nahen Osten nicht nur einseitig zu betrachten, eine objektive Darstellung zu unterstützen und so auch auf die Aktionen vom Aka Göttingen und B17 als prozionistische Organisationen hinzuweisen. Die letzten Zeilen des Textes sind aussagekräftig, bieten aber wenig Interpretationsbasis. Beständiges Hauptziel ist und bleibt der Frieden zwischen Palästinensern und Israelis.
Um die komplexe Situation im Nahen Osten genau zu erfassen, ist es wichtig sich tief mit der Thematik auseinanderzusetzen. Als Landesarbeitskreis haben wir dies getan und kamen, nachdem wir uns mit dem Aufruf auseinander gesetzt hatten, zu dem Entschluss, dass wir die Kundgebung als „verständigend“ betrachten und uns somit auf eine Publikation des Textes einlassen konnten. Natürlich ist die Problematik schwierig und es wird vielleicht auch nicht das richtige Fachtermini benutzt, doch ist zu sagen, dass wir nicht vom Jugendverband abrutschen und uns nicht vom Programm entfernten. Wir handelten nach einer antimilitaristischen Grundmaxime, die allerdings in Anbetracht der Ereignisse der „Operation Gegossenes Blei“ erweitert werden musste.

Die israelische Regierung handelte völkerrechtskonform.

Das ist die vorerst einzige Feststellung die wir as Landesarbeitskreis zur „Operation Gegossenes Blei“ abgeben werden. Weitere Stellungnahmen sind auf der Seite des BAK Shalom zu lesen.
Der LAK Shalom Niedersachsen hat sich keines Vergehens schuldig gemacht. Unser Ziel ist der Frieden im Nahen Osten, welches wir mit dieser Stellungnahme genau festlegen! Frieden für Israel und Palästina und die Tilgung jeglicher Spur von Antisemitismus, nur so kann eine wirkliche Lösung aussehen.

Stellungnahme BAK Shalom Nummer 1
Stellungnahme BAK Shalom Nummer 2

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Kundgebung in Göttingen http://shalomnds.blogsport.de/2009/01/13/kundgebung-in-goettingen/ http://shalomnds.blogsport.de/2009/01/13/kundgebung-in-goettingen/#comments Tue, 13 Jan 2009 20:20:11 +0000 Administrator Termine http://shalomnds.blogsport.de/2009/01/13/kundgebung-in-goettingen/ Kundgebung am 17.Januar – “Solidarität mit Israel”

Israel führt Krieg, wieder einmal. Nachdem es 2006 darum ging, die Hisbollah im Libanon daran zu hindern, den Norden Israels mit Raketen zu beschießen, geht es diesmal gegen die Hamas, die vom Gaza-Streifen aus den Süden des Landes angreift. Der Raketenbeschuss aus dem Gaza-Streifen begann im Jahr 2000; seit dem Abzug der israelischen Armee im Jahr 2005 ist er sprunghaft angestiegen – inzwischen sind es über 5000 Raketen und über 1000 Mörsergranaten, die von Gaza aus auf Israel abgeschossen wurden. Die Zahl der Opfer auf israelischer Seite ist zwar bislang gering, dies ist aber zum einen einer gehörigen Portion Glück zu verdanken und der Tatsache, dass sich die betroffene Bevölkerung bei Beschuss in Schutzräume zurückzieht. Zum anderen liegt es daran, dass die Hamas bislang nur über ungenaue Waffensysteme verfügte, was sich derzeit jedoch – vor allem dank iranischer Hilfe – zu ändern beginnt.

Israel versucht mit diesem Krieg zum einen, die militärische Infrastruktur der Hamas zu zerstören, zum anderen aber auch, die Islamisten-Organisation selbst zu schwächen. Die Hamas ihrerseits setzt die Bevölkerung des Gaza-Streifens als lebende Schutzschilde ein und nimmt dabei billigend jene zivilen Opfer in Kauf, deren Tod sie dann als Waffe im Propagandakrieg gegen Israel in Anschlag bringt. Friedensfreunde aus aller Welt gehen dieser Masche auf den Leim und klagen Israel als den Aggressor an, während die Hamas als gutwilliger Verhandlungspartner erscheint, dem letztlich nichts anderes übriggeblieben sei, als den Waffenstillstand des vergangenen Herbstes aufzukündigen.

Es gehört schon einiges an Verblendung dazu, den derzeitigen Krieg auf diese Weise zu betrachten – schließlich gibt sich die Hamas nicht einmal besonders Mühe, ihre wahren Ziele zu verschleiern, und ruft die Muslime der Welt in ihrer Charta ungeniert zum Judenmord auf. Das Ziel der Hamas ist nicht der „Frieden mit Israel im Rahmen einer gerechten Zwei-Staaten-Lösung“, wie das gerade deutsche Kommentatoren immer wieder glauben und glauben machen wollen – es ist schlicht die Vernichtung des Judenstaates. Allein dies macht deutlich, warum Israel die Hamas als Machtfaktor bei Strafe des eigenen Untergangs nicht dulden darf. Frieden für Israelis und Palästinenser kann es deshalb erst geben, wenn die Hamas geschlagen ist. Das wird zwar nicht durch diesen Krieg zu erreichen sein, aber auch nicht ohne ihn.

Kundgebung am 17. 1., 12 h, Gänseliesel

Solidarität mit Israel!
Kein Friede dem antisemitischen Vernichtungswillen!

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Hinweiß:
Mitglieder und Anhänger rechter Parteien und Organisationen wie NPD, DVU, Rep, Pro-NRW, PI-News und der «Freien Kameradschaften» haben keinen Zutritt zu der Veranstaltung (nach § 6, VersG).

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