Erklärung Landesarbeitskeis Shalom Niedersachsen

Erklärung des LAK Shalom zur Kundgebung am 17.Januar – “Solidarität mit Israel” des Aka Göttingen und der Gruppe B17

Wir als Landesarbeitskreis Shalom der Linksjugend [’solid] setzen nun zu dem bereits in die Kritik geratenen Aufruf eine Stellungnahme bei, die unsere Position verdeutlichen soll.
Der Aufruf endete mit dem Satz:

Frieden für Israelis und Palästinenser kann es deshalb erst geben, wenn die Hamas geschlagen ist. Das wird zwar nicht durch diesen Krieg zu erreichen sein, aber auch nicht ohne ihn.

Wir denken, dass dieser Satz in keiner Weise im Konflikt mit dem Programm der Linksjugend steht. Viel mehr geht er darauf ein. Denn im Programm steht geschrieben, dass sich die Linksjugend als antimilitaristischer und sozialistischer Jugendverband gegen Krieg und für eine friedliche Konfliktlösung stellt. Nichts anderes ist aus dem Aufruf herauszulesen.
Uns war wichtig den Krieg im Nahen Osten nicht nur einseitig zu betrachten, eine objektive Darstellung zu unterstützen und so auch auf die Aktionen vom Aka Göttingen und B17 als prozionistische Organisationen hinzuweisen. Die letzten Zeilen des Textes sind aussagekräftig, bieten aber wenig Interpretationsbasis. Beständiges Hauptziel ist und bleibt der Frieden zwischen Palästinensern und Israelis.
Um die komplexe Situation im Nahen Osten genau zu erfassen, ist es wichtig sich tief mit der Thematik auseinanderzusetzen. Als Landesarbeitskreis haben wir dies getan und kamen, nachdem wir uns mit dem Aufruf auseinander gesetzt hatten, zu dem Entschluss, dass wir die Kundgebung als „verständigend“ betrachten und uns somit auf eine Publikation des Textes einlassen konnten. Natürlich ist die Problematik schwierig und es wird vielleicht auch nicht das richtige Fachtermini benutzt, doch ist zu sagen, dass wir nicht vom Jugendverband abrutschen und uns nicht vom Programm entfernten. Wir handelten nach einer antimilitaristischen Grundmaxime, die allerdings in Anbetracht der Ereignisse der „Operation Gegossenes Blei“ erweitert werden musste.

Die israelische Regierung handelte völkerrechtskonform.

Das ist die vorerst einzige Feststellung die wir as Landesarbeitskreis zur „Operation Gegossenes Blei“ abgeben werden. Weitere Stellungnahmen sind auf der Seite des BAK Shalom zu lesen.
Der LAK Shalom Niedersachsen hat sich keines Vergehens schuldig gemacht. Unser Ziel ist der Frieden im Nahen Osten, welches wir mit dieser Stellungnahme genau festlegen! Frieden für Israel und Palästina und die Tilgung jeglicher Spur von Antisemitismus, nur so kann eine wirkliche Lösung aussehen.

Stellungnahme BAK Shalom Nummer 1
Stellungnahme BAK Shalom Nummer 2